Ausschreibung

KONZEPT:
Das Vorhaben interessiert sich für zeitgenössische künstlerische Projekte, die das „Publikum“ in einen Schaffensprozess einbinden und diesen oder die daraus entstandenen Werke in die Präsentation des Werkes integrieren. Es werden Künstler gesucht, die sich vorstellen können, einen Teil des partizipatorischen Werkanteils mit Vorschulkindern zu realisieren, oder aber ein neues Werk zu einem speziellen Thema für Vorschulkinder schaffen möchten. Eine Anbindung des Werkes in ein aktuelles Ausstellungsvorhaben ist wünschenswert.
Künstler werden im Rahmen dieser Studie eingeladen, Vorschulkindern das Werk vorzustellen und sie einmalig in der Partizipation zu begleiten. Der angeregte künstlerische Prozess wird im Alltag des Kindergartens fortgeführt.
Vorschulkinder sind in hohem Maße künstlerisch aktiv. Experten stellen fest, dass ihr Handeln kreativ sein muss, um sich die Welt aneignen zu können. Ihr Denken ist fantasiereich, frei und unkonventionell, ihr Wissensdurst und ihre Experimentierfreude sind oft beeindruckend. Es besteht an die Künstler nicht der Anspruch, „pädagogisch“ tätig zu sein. Anknüpfungspunkt ist immer das eigene Werk des Künstlers. Der hieraus resultierende Kontakt interessiert, egal, ob er improvisiert, vom Material bestimmt, oder eng vorgeplant ist.

Das Projekt bietet einen wissenschaftlichen Rahmen, die Begegnungen zwischen Künstler, Kunst und Kindern zu reflektieren. Wir wollen der Besonderheit des künstlerischen Handelns auf die Spur kommen und erforschen, wie es in der frühkindlichen Bildung angeregt werden und sich entwickeln kann.

VORAUSSETZUNGEN BEI KÜNSTLER UND KÜNSTLERIN:
Angesprochen sind Künstler und Künstlerinnen, die bereits partizipatorisch gearbeitet haben. Die Bereitschaft zu einem informellen Austausch über die Art des Arbeitens ist notwendig. Dieser Austausch ist keine Öffentlichkeitsarbeit, sondern erfordert sensibles Reflektieren, um der Besonderheit des künstlerischen Handelns auf die Spur zu kommen.

NUTZEN FÜR KÜNSTLER UND KÜNSTLERIN:
Jeder Künstler wird neben den neu gewonnen persönlichen Erkenntnissen und Erfahrungen eine Urkunde über die Teilnahme an diesem wissenschaftlichen Projekt erhalten. Zudem wird pro Teilnehmer ein Folder erstellt, der mit Bild und Text einen Einblick in das Werk und den partizipatorischen Prozess gibt. Eine Ausstellung des Gesamt-Projektes ist angedacht. Vorstellbar wäre auch, dass die initiierten Ereignisse wiederum zur Inspiration für das weitere Schaffen der Künstler werden. Die wissenschaftliche Untersuchung wird in Deutschland publiziert.

Vorstellung des Forschungsvorhabens nach persönlicher Absprache. Ihr Interesse, Fragen und Ideen sind herzlich willkommen.